Die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung „AD(H)S“

ist unter verschiedenen Namen, z.B. (veraltet) minimale cerebrale Dysfunktion (MCD), Lernstörung, Hyperaktivität, hyperkinetisches Syndrom (HKS), psycho-organisches Syndrom (POS), Teilleistungsstörung bekannt. In der Fachliteratur wird es schon seit 100 Jahren beschrieben. Auch in der Kinder- und Jugendliteratur sind diese Kinder dargestellt, so z.B. im “Struwwelpeter” von Heinrich Hoffmann und im “Trotzkopf” von Emmi v. Roden.

ADHS – Anders Denken Hören Sehen

AD(H)S – Die Aufmerksamkeit-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung ist gekennzeichnet durch Beeinträchtigungen der Konzentrationsfähigkeit, der Daueraufmerksamkeit und der Impulskontrolle sowie Reizoffenheit bei gleichzeitiger Reizfilterschwäche. Diese genannten Symptome sind neurochemisch durch eine Dysregulation der Botenstoffe (Neurotransmitter) in bestimmten Gehirnbereichen zu erklären.

AD(H)S in der Lebensspanne

Kleinkinder

Ihr Säugling schläft wenig, schreit viel oder schläft sehr viel und ist sehr still. Ihr Kleinkind ist immer in Aktion, neigt zu Risiko, Unfällen, redet dazwischen, fragt ständig, ist eventuell aggressiv und leicht frustriert oder zieht sich beim Spielen zurück und träumt oft vor sich hin. Juvemus hilft Ihnen dabei ihr Kind zu verstehen z.B. mit den sieben Grundgesetzen zum erfolgreichen Umgang mit Baby und Kleinkind:

  1. Kenne das Störungsbild genau!
  2. Kenne die spezielle Symptomatik deines Kindes noch genauer
  3. Akzeptiere den Kind so wie es ist!
  4. Versuche nie dein Kind zu ändern!
  5. Ändere dich selbst!
  6. Kenne alle Hilfsangebote für dein Kind und nutze sie!
  7. Vermittle deinem Kind ein stabiles und gesundes Selbstwertgefühl!

Schulkinder

In der Schule läuft es einfach nicht rund. Ihr Kind fällt durch motorische Unruhe auf und hat Konzentrationsschwierigkeiten. Oder es hat Probleme beim Lesen und Schreiben. Mit dem Rechnen will es nicht klappen. Und da bringt die Lehrerin den Begriff „ADHS“ ins Gespräch. Wenn Eltern jetzt Rat brauchen hilft Juvemus weiter.

Jugendliche/Junge Erwachsene

Die Pubertät ist für jeden eine herausfordernde Phase. Es geht um die Ablösung vom Elternhaus und die Findung der eigenen Persönlichkeit. Aufgrund der Reifeverzögerung ergeben sich für ADHSler allerdings besondere Probleme, speziell im Hinblick auf Selbstregulation, Selbsteinschätzung und Selbstmanagement, die bis in die Phase junger Erwachsener andauern können.

Familie

Im Familienalltag und bei der Erziehung von Kindern mit AD(H)S läuft es nicht immer reibungslos. Es gilt Situationen vom Aufstehen bis zum Schlafengehen zu meistern, die zu echten Herausforderungen werden können, sei es zu Hause, in der Schule, bei den Hausaufgaben und im Freundeskreis. Dabei zu erkennen und zu verstehen, dass unsere AD(H)S–Kinder häufig sensibel sind, Bindungen und Strukturen brauchen, sich geborgen fühlen möchten und die Kraft dafür aufzubringen, dies zu leisten ist nicht einfach.

Senioren

Im Leben vieler Betroffenen spiegelt sich die Geschichte der AD(H)S in Höhen und Tiefen wieder. Wie der einzelne gelernt hat seine genetisch geprägte Persönlichkeitsvariante in den Stationen seines Lebens anzunehmen und mit ihr umzugehen entscheidet, ob er von den Vorteilen der AD(H)S profitieren kann oder ob sie zur Belastung wird, gerade in einem Alter, in dem durch den Berufsalltag geprägte Strukturen wegfallen.